Geschichte

Das im Jahre 1973 gegründete Ensemble Wieczorek zählt zu den am längsten bestehenden  Akkordeonensembles in Österreich. In dieser ungewöhnlich langen Zeit ist es mit viel Engagement, Spielfreude und Können gelungen, das Akkordeon mit geeigneter Literatur als Konzertinstrument zu etablieren. Das Repertoire reicht von der klassischen Originalmusik über gute Bearbeitungen bis zur gehobenen Unterhaltungsmusik. Viele Erfolge, zwei Landes- und ein Bundessieg sowie höchste Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben, wie beim Internationalen Akkordeonfestival in Innsbruck und zuletzt ein zweiter Platz bei den 5.Prager Harmonikatagen 2011 zeugen eindrucksvoll von der musikalischen und technischen Qualität des Ensembles. Bei über 250 öffentlichen Auftritten verschiedenster Art wie eigenen Konzerten, Umrahmung von Dichterlesungen, Ausstellungseröffnungen, Pressekonferenzen, privaten Feiern bis zur Gestaltung von Messen, Hochzeiten und Taufen sowie eigenen Kirchenkonzerten konnten wir die Vielseitigkeit unseres Instrumentes und die Musikalität jedes einzelnen Mitgliedes beweisen und uns dadurch weit über unsere Heimatstadt hinaus als wichtiger Kulturträger der Region etablieren.

Diese erfreulichen Erfolge konnten unter anderem nur durch Kontinuität –  die Fluktuation der Spieler ist sehr gering – Ausdauer, Können und Kollegialität erreicht werden. Trotz oft sehr anstrengender Probenarbeit überwiegt immer noch die Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren.

2015 beendeten wir vorerst mal aus unterschiedlichen  Gründen die Konzerttätigkeit – und die intensive Probenarbeit. Wir folgten dem Motto: Hör dann auf, wenn’s am schönsten ist – und zogen uns aus der Öffentlichkeit zurück – voller Dankbarkeit unserem großen Publikum gegenüber, das uns lange Jahre ´nicht nur im immer wieder vollbesetzten Stadtsaal die Treue gehalten hat.

In den folgenden Jahren nahmen wir immer wieder gern kleine Engagements an: Gestaltung von Messfeiern, Umrahmung von Feierlichkeiten, diverseste Auftritte.

In der Zeit der Planung bzw. Probenarbeit für eine Maiandacht in der Stadtpfarrkirche in Waidhofen kam es dann zu jenem folgenschweren Unfall, der unser aller Leben im Ensemble bis auf die Grundfeste erschütterte und schlussendlich eine traurige Zäsur in der Chronik des Ensembles werden sollte.

Franz erholte sich aber wieder nach langem Kampf  zurück ins Leben – unser Auftritt im Rahmen der Feier anlässlich 70 Jahre Harmonikaverband Österreichs in Perchtoldsdorf sollte unser letzter gemeinsamer Auftritt werden. Die Nachwirkungen seines Unfalles führten zu einer unaufhaltsamen Verschlechterung seines Zustandes.         

Am 31. Jänner 2025 verabschiedeten wir uns musikalisch beim Requiem in der Kirche….  herzzerreißende Momente, in der Kirche die von ihm so heißgeliebte Musik für ihn zu spielen – ohne ihn…

Der Gedanke des gemeinsamen Musizierens aber lebt.  Und so entstand  mit Helmut Hutter (Waldviertler Schrammeln) die Idee eines Konzertes des Ensembles und der Waldviertler Schrammeln in Waidhofen mit dem Gedanken: Franz hätte es gewollt, dass seine Saat weiterwächst, das Akkordeon als Konzertinstrument im Waldviertel zu etablieren und weiter mit Originalkompositionen für Akkordeon das Instrument in seinem Sinne  weiter zur Geltung zu bringen. Die Verbundenheit zum Ensemble zeigt sich eindrucksvoll: Spielerinnen, die jahrelang nicht akiv waren, sind wieder mit dabei. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Thomas Wieczorek ist nun Teil des von seinem Vater gegründeten Ensembles!

Nach Ende unserer Konzerttätigkeit vor rund 10 Jahren also erstmals wieder ein Konzert des Ensemble Wieczorek – zum ersten Mal ohne unseren Franz. 


….. und dann schau ma mal, wie’s weitergeht…

Ensemblemitglieder

  • Doris Bittermann
  • Christian Flicker
  • Friedrich König
  • Evelyn Meyer
  • Monika Öhlknecht
  • Bernhard Rotter
  • Martina Skof
  • Rosalinde Steinberger
  • Thomas Wieczorek
  • Martina Wurz
  • Florian Flicker am Schlagwerk

Ehemalige Mitglieder

  • Heide Haider
  • Michaela Haidl
  • Nicole Pfeiffer
  • Heidi Weigl-Pollak
  • Peter Steiner