Musikalischer Lebenslauf
1960-64 Akkordeonunterricht an der Albert Reiter Musikschule Waidhofen/Thaya.
1964-72 Unterricht bei Prof.Viktor Winklbauer in Wien.
1973: Gründung des „Ensemble Wieczorek“
1973-75 Lehrerseminar des NÖ Musikschulwerkes und Ablegung der Lehrbefähigungsprüfung als Lehrer an den NÖ Musikschulen bei Prof. Walter Maurer.
1969-1996 und wieder ab 2012 Akkordeonlehrer an der Städt. Albert Reiter Musikschule Waidhofen/Thaya.
ab 2010 intensive Pflege der Schrammel- und Packelmusik
Franz besaß vier Tastenakkordeons (eines davon extra für ihn in Castelfigardo in der sogenannten Wiener Stimmung handgefertigtes Instrument) sowie drei Steirische Harmonikas
Träger des Kulturehrenzeichens der Stadt Waidhofen/Thaya und
Träger des Goldenen Ehrenzeichens des HVÖ
Geboren am 21.12.1949 in Waidhofen/Thaya.
gestorben am 22.1.2025
Franz, der seit seiner Kindheit sowohl an der Albert Reiter Musikschule in seinem Heimatort Waidhofen an der Thaya als auch bei Prof. Viktor Winklbauer in Wien das Akkordeonspiel von der Pike auf lernte, gründete 1973 das Ensemble Wieczorek, welches ihm bis zu seinem Tod eine echte Herzensangelegenheit war.
Am 22. Jänner 2025 mussten wir erschüttert die Nachricht vom Ableben unseres Freundes Franz entgegennehmen, der den Folgen eines schweren Unfalls auf seinem geliebten Bauernhof im Mai 2023 erlag.
Wir haben mit Franz einen Freund verloren, einen Menschen, der uns nicht nur Musik nahebrachte, sondern es in seiner unverwechselbaren Art und Weise schaffte, eine Gemeinschaft, ein Team zu formen in dem es Spaß und Freude machte, gemeinsam zu musizieren.
Der musikalische Vater und auch stolzer Großvater seiner (akkordeonistischen!) Enkel Christian, Doris und Michi war nicht nur der Hauptsponsor des Ensembles, sondern auch Motor desselben. Das ging so weit, dass wir ohne Chef nicht probten – somit war es ein leichtes für ihn, in der Probenbesuchsstatistik in führender Position zu sein.
Ein wahrhaft vielseitiger Meister seines Instruments, der das Akkordeon in all seinen Facetten zum Klingen brachte (erinnert sich TAM-Principal Ewald Polacek)
Ausgezeichnet durch schier grenzenlose Geduld und Gutmütigkeit war er traditionell – sprich seit 1973 – Bassist des Ensembles („Der Bass ist das Fundament des Orchesters“).
Er war Pensionär am mittlerweile seit 2011 von seinem Sohn Thomas geführten Bauernhofe. Seinen Hof hat er stets mit Leidenschaft und gehörigem Know-how geführt, er war mit Leib und Seele Landwirt, nicht nur Produzent der köstlichsten Erdäpfel (und zuvor auch jahrelang Rindviecher) die es gibt, sondern auch essenzieller Nahversorger! Sein Hof war des Öfteren perfekte Location für Feste! Auch wurde so manche Probe durch Köstlichkeiten, die am heimischen Herde entstanden (oscarverdächtig für Regie und Hauptdarstellerin: Grete Wieczorek), verfeinert.
Jahrzehntelanges gemeinsames Musizieren, Proben, Konzerte, Wettbewerbe – das hat uns gewaltig zusammen geschweißt – auch wenn wir nicht immer dieselben Mitspieler im Ensemble waren – die Verbundenheit zu Franz und zum Ensemble war spürbar und ist nach wie vor vorhanden. Sie macht sich nicht zuletzt dadurch bemerkbar, dass die weiteren drei Gründungsmitglieder Bernhard, Monika und Linde nach wie vor aktive Mitglieder sind, sondern auch, dass nach mehreren Jahren Auszeit ehemalige Mitspielerinnen wieder Teil der Gemeinschaft geworden sind und das Ensemble aktuell die höchste aktive Spieler:innenzahl seit 1973 hat. Besonders freut uns, dass wir Franz‘ Sohn (sowie akkordeonistischen Enkel) Thomas in unserer Mitte willkommen heißen dürfen.
Wir sind froh und stolz, einen Menschen wie Franz zum Mentor, zum Lehrer, zum Freund gehabt zu haben.
Slogan: Muss ich immer noch vorzählen?!
Franz, wir vermissen dich!